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Fauna und Flora entlang des Wanderweges

Die Thementafeln entlang des Wanderweges widmen sich im besonderen Maße der natürlichen Umgebung:

Geprägt ist die Kulturlandschaft an der Mosel vom Weinbau, den steilen Weinbergshängen und den für das Klima typischen Tieren, die an der Mosel und besonders im Weinberg heimisch sind. Die wärmeliebenden Tiere, wie die Mauereidechsen als wohl bekanntester Vertreter, leben in den Trockenmauern der Weinberge, wo sie im Sommer auch oft auf den aufgewärmeten Steinen sitzend anzutreffen sind.

Darüber hinaus gibt es noch zahlreiche andere wärmeliebende Tiere, die im Moseltal in der Luft und am Boden unterwegs sind, wie der scheurige Scheckenfalter, die Ödlandschrecke oder die Schlingnattern.

Mauereidechse

Schmetterling

Zu den an der Mosel vorkommenden wärmeliebenden Pflanzen zählt der Felsenahorn, der weiße Mauerpfeffer oder das schwertblättrige Waldvögelein. Die Tiere, die Pflanzen und ihr Lebensraum, welcher sich aufgrund der immer weitflächiger werdenden Weinbergsbrachen stetig verkleinert und somit zur Bedrohung für die Tiere und Pflanzen wird, werden auf verschiedenen Thementafel mit Grafiken und Texten vorgestellt.

Eine weitere Thementafel stellt den Weinbergspfirsich vor, der aufgrund einer Initiative im Moseltal wieder zahlreicher vorkommt als noch vor einigen Jahren. Im Laufe der letzten Jahre wurden in der gesamten Verbandsgemeinde Cochem rund 5000 der Bäume gepflanzt, die das Landschaftsbild im Frühjahr mit ihren hübschen rosa Blüten verzieren.

Im Herbst, wenn die Früchte gereift sind und geerntet werden können, kommt die innere Schönheit der Früchte zum Tragen: Die Weinbergspfirsiche sind in jedem weiterverarbeiteten Zustand, ob Likör, Marmelade oder einfach nur eingekocht und als Beilage serviert, ein Genuss für jeden Gaumen.

Blüten eines Weinbergspfirsichbaums

Informationstafel am Bahnhof Nachtigall

Aber auch Anekdoten wie die vom Bahnhof Nachtigall oberhalb von Poltersdorf kann der Wanderer entlang des Weges erfahren: An diesem Endpunkt eines Wirtschaftsweges direkt zum Einstieg in den Rüberberg, wo früher noch viele Winzer ihre Weinberge bis an den obersten Waldrand bewirtschafteten, musste man als Winzer im Herbst mit seinem Gespann schon zu frühesten Zeiten eintreffen. Als die Nachtigall gerade erst erwachte, trafen schon die ersten Winzer ein, um einen nicht zu weiten Weg vom Weinberg zum Wagen zu haben.

Der Wanderer begibt sich somit in die Fußstapfen der Winzer von damals, wenn er den Felsenweg Rüberberg begeht, welcher durch die ehemaligen Weinbergsflächen, die Brachen, führt.


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